Riehen ist Vizemeister!

Geschrieben von Bob Chessman Montag, den 14. Oktober 2013 um 21:29 Uhr
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In der NLA besiegt Riehen 1 den amtierenden Meister Genf deutlich, unterliegt jedoch in der Schlussrunde Zürich und sichert sich zum zweiten Mal in seiner Klubgeschichte den Vizemeistertitel. Réti Zürich besiegt die beiden Tabellenletzten erwartungsgemäss in souveräner Manier und wird  nach 2011 zum zweiten Mal Schweizermeister. Bronze geht an die Schachgesellschaft Zürich.

Riehen 1 konnte in Bestbesetzung zur Doppel-Schlussrunde antreten. Die Ausgangslage war klar: Die Titelchancen waren nur noch theoretischer Natur, nachdem zwei schwierige Wettkämpfe gegen Mitfavoriten anstanden,  der Konkurrent Réti jedoch noch gegen die beiden Absteiger anzutreten hatte. In der ersten Begegnung konnte Riehen noch mithalten und besiegte den amtierenden Schweizermeister Genf gleich mit 6-2! Dies darf als kleine Sensation bezeichnet werden, sind die beiden Mannschaften doch etwa gleich stark. Aber Genf ist eine Stimmungsmannschaft. Nachdem sie früh in der Saison schon ihre mögliche Titelverteidigung ad acta legen mussten, waren sie offenbar nicht mehr ganz so motiviert wie sonst. Und Riehen gelang so ziemlich alles. In der letzten Runde zeigte sich jedoch dann leider ein anderes Bild: Das Glück des Vortages wollte sich nicht einstellen, die Niederlage gegen Zürich war unnötig, gar ein Sieg wäre möglich gewesen. Möglicherweise hing dies auch damit zusammen, dass Zürich im Gegensatz zu Genf top motiviert war, sahen sie doch noch eine Möglichkeit, Bronze zu erreichen, was denn schlussendlich auch eintraf.
Der Anlass war vorbildlich organisiert worden, die Lokalitäten ausgezeichnet, die Partien der vordersten Bretter wurden live ins Internet übertragen. An diesem Standard werden sich die künftigen Organisatoren zu messen haben.
Die Saison 2014 beginnt im März. Die beiden Aufsteiger werden voraussichtlich kaum das NLA-Niveau aufweisen und dürften gleich als Abstiegskandidaten anzusehen sein. Im vorderen Feld gibt es voraussichtlich auch nächstes Jahr wiederum sechs Mannschaften, die sich berechtigte Titelchancen ausrechnen können, darunter auch wieder Riehen.

Nationalliga A, 8. Runde

Genf - Riehen 2:6 (Edouard - Cvitan ½:½, Mirallès - Milov 0:1, Gerber - Renet ½:½, Sermier - Hickl 0:1, Domont - Schmidt-Schäffer 0:1, Landenbergue - Buss ½:½, D-port - N. Grandadam ½:½, Vuilleumier - B. Toth 0:1), Réti Zürich - Wollishofen 6½:1½,  Winterthur - Mendr-sio 4½:3½, Zürich - Bodan Kreuzlin-gen 6½:1½, Luzern - Schwarz-Weiss Bern 5:3.

Nationalliga A, 9. Runde

Riehen - Zürich 3½:4½ (Cvitan - Pelletier ½:½, Hickl - Bauer ½:½, Milov - Brunner ½:½, Renet - W. Hug 1:0, Buss - Vogt ½:½, B. Toth - Grünenwald 0:1, N. Grandadam - Jon. Rosenthal 0:1, Schmidt-Schäffer - Friedrich ½:½), Bodan - Réti 1:7, Luzern - Winte-thur 4½:3½, Wollishofen - Genf 3:5, Schwarz-Weiss - Mendrisio 6½:1½.

Schlussrangliste nach 9 Runden
1. Réti 16 (49/Schwei-zer Meis-ter). 2. Rie-hen 14 (45). 3. Zü-rich 13 (44). 4. Lu-zern 13 (41½). 5. Win-ter-thur 12 (40½). 6. Genf 10 (37½). 7. Schwarz-Weiss 5 (31). 8. Men-d-ri-sio 4 (23½). 9. Bodan 3 (23/Ab-stei-ger). 10. Wol-lis-ho-fen 0 (25/Ab-stei-ger).

Die erfolgreichsten PunktesDammler der NLA

IM Ioannis Georgiadis (Réti) 8 Punkte aus 9 Partien, FM Jörg Grünenwald (Zü-rich) 7½/9, Gabriel Gähw-ler (Winterthur/IM-Norm) 7/9, GM Olivier Renet (Riehen) 6½/8, GM David Marciano (Réti), GM Christian Bauer (Z-rich) und IM Andreas Huss (Winterthur) je 6½/9, GM R-bert Hübner und FM Roger Gloor (beide Luzern) je 6/8, GM Andrei Istratescu (Genf) 5½/7.

Einzelbilanz Riehen: GM Vadim Milov 6/9, GM Jörg Hickl 6/9, GM Og-jen Cvitan 5½/9, IM Bela Toth 5½/9, FM Nicolas Grand-dam 5½/9, IM Ralph Buss 4½/9, GM Olivier Renet 6½/8, Sebastian Schmidt-Schä-fer 3/7, FM Christian Flückiger 1/1, Patrik Grandadam 1/1, IM Georg Danner ½/1.

Bericht: Peter Erismann

Zuletzt geändert am: Dienstag, den 15. Oktober 2013 um 08:33 Uhr
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