Riehen besiegt Luzern und Zürich!

Geschrieben von Peter Erismann Mittwoch, den 10. September 2014 um 20:00 Uhr
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Vor der Saison wurden fünf Mannschaften zu den Titelaspiranten gezählt. Vor der Sommerpause traf Riehen auf Genf, besiegte sie und warf sie aus dem Titelrennen. Am letzten Wochenende traf Riehen auf Luzern, besiegte sie und warf sie ebenfalls aus dem Titelrennen. Und last but not least folgte der Wettkampf gegen die Schachgesellschaft Zürich, den Rekordmeister der Schweiz: Das gleiche Bild, Sieg für Riehen, Zürich ist nicht mehr im Titelkampf dabei. Riehen hat bisher alle sieben Wettkämpfe gewonnen, doch dasselbe ist vom amtierenden Schweizermeister Réti Zürich zu berichten: Auch sie sind verlustpunktlos, womit es am 12. Oktober zum grossen Showdown und somit zur Entscheidung in der Direktbegegnung kommen wird. 

Gemäss Papierform waren Riehen und Luzern genau gleich stark. Es entwickelte sich folglich auch ein sehr ausgeglichener und schwieriger Wettkampf. Für einmal waren es nicht die Riehener Teamleader, welche schlussendlich für den Erfolg sorgten. Sondern einerseits der auf diese Saison hin neu zu Riehen gestossene Andreas Heimann, der gegen den Schweizer Nationalspieler Oliver Kurmann einen Vollerfolg buchen konnte. Andererseits vermochte Olivier Renet den legendären Altmeister Hort zu besiegen. Zudem konnte Ralph Buss seine Stellung nach und nach verdichten. Und als schlussendlich Sebastian Schmidt-Schaeffer in schwieriger Stellung in Zeitnot die Nerven und den Überblick behielt, war der Riehener Sieg perfekt.

Noch schwieriger gestaltete sich erwartungsgemäss der Wettkampf gegen Zürich. Sie waren in Bestbesetzung mit vier Grossmeistern angetreten. Ognjen Cvitan gelang es eher leicht, seinen reputierten Gegner in Schach zu halten. Jörg Hickl stand sehr erfolgversprechend, doch liess er seinen Gegner aufgrund einer kleinen Unachtsamkeit ins Remis entwischen. Einzig Sebastian Schmidt-Schaeffer gelang es, seinen Gegner zu einem unvorsichtigen Angriff zu provozieren und ihn auszukontern. Der Wettkampf schien auf ein 4-4 zuzusteuern. Doch Olivier Renet verdichtete hartnäckig und kontinuierlich, um wie schon vor zwei Jahren auch diesmal den Natispieler Werner Hug niederzuringen.

6. Runde Nationalliga A

Luzern - Riehen 3:5 (Krämer  - Cvitan 1:0, Hübner - Hickl 1:0, Hort - Renet 0:1, Kurmann - Heimann 0:1, Lötscher - B. Toth ½:½, Züger - Brunner ½:½, Botta - Schmidt-Schäffer 0:1, Almada  - Buss 0:1). Mendrisio - Réti Zürich 1:7, Trubschachen - Zürich ½:7½, Genf - Schwarz-Weiss Bern 5:3, Winterthur - Neuenburg 4:4.

7. Runde Nationalliga A

Zürich - Riehen 3½:4½ (Bauer - Cvitan ½:½, L. Brunner - Hickl ½:½, Pelletier - Heimann ½:½, W. Hug - Renet 0:1, Studer - Schmidt-Schäffer 0:1, Rindlisbacher - N. Brunner ½:½, Vogt - N. Grandadam 1:0, Grünenwald - B. Toth ½:½). Réti Zürich - Winterthur 4½:3½, Schwarz-Weiss Bern - Luzern 3:5, Neuenburg - Genf 3½:4½, Trubschachen - Mendrisio 2½:5½.

Rangliste nach 7 Runden: 1. Réti 14 (39½). 2. Riehen 14 (37½). 3. Zürich 10 (37½). 4. Luzern 10 (34½). 5. Genf 10 (30½). 6. Winterthur 5 (26). 7. Neuenburg 3 (18½). 8. Schwarz-Weiss und Mendrisio je 2 (20½). 10. Trubschachen 0 (15).

Partien der Doppel-Schlussrunde vom 11./12. Oktober in Winterthur (Kulturzentrum Alte Kaserne, Technikumstrasse 8, am Rande der Altstadt). 8. Runde (Samstag, 13 Uhr): Réti - Zürich, Winterthur - Riehen, Luzern - Genf, Trubschachen - Neuchâtel, Mendrisio - Schwarz-Weiss. 9. Runde (Sonntag, 11 Uhr): Riehen - Réti, Zürich - Luzern, Genf - Mendrisio, Winterthur - Trubschachen, Neuchâtel - Schwarz-Weiss.

Die erfolgreichsten Punktesammler in der NLA: Sebastian Schmidt-Schäffer (Riehen) 7 Punkte aus 7 Partien, GM Robert Fontaine (Réti) 6/7, IM Ioannis Georgiadis (Réti) 5½/6, GM Yannick Pelletier, GM Christian Bauer (beide Zürich) und GM Oliver Renet (Riehen) je 5½/7, GM David Marciano (Réti), GM Lothar Vogt (Zürich) und IM Jean-Noël Riff (Genf) je 4½/6, IM Severin Papa (Réti) 4/5.

 

Peter Erismann

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