SG Riehen

Ihr Schachverein

SJMM-Schlussrundenbericht 1. Mannschaft

Geschrieben von Bob Chessman Samstag, den 09. Mai 2015 um 22:47 Uhr
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Als wir heute morgen nach Winterthur in den Zug stiegen war eines klar: Unser Saisonziel  (Nichtabstieg) hatten wir übertroffen und jetzt spielten wir ums Zückerchen (Finalspiele). Wir hatten eine sehr komfortable Ausgangslage mit 7 MP. Vor uns lagen Gonzen mit mehr Einzelpunkten und Sprengschach Wil mit 8 MP. Unsere beiden Konkurrenten mussten am Morgen gegeinander spielen und es war klar, dass sie sich Punkte wegnehmen würden. Wir hatten also unser Schicksal in den eigenen Händen.

1. Runde: SG Riehen - St. Gallen 1:0

Xaver Dill(1971)-Elias Giesinger(1886) remis
Lars Nägelin(1923)-Yassine Chennaoui(1822) 1-0
Lucas Ping Pao(1869)-Leopold Wagner(1772) 1:0
Luis Nägelin(1854)-Benito Rusconi(1721)

Brett 1: Ich hatte im sizilianischen Drachen mit Weiss eine sehr gute Stellung. Ich verpasste jedoch einmal eine gute Möglichkeit, wonach mein Gegner in ein ausgeglichenes Damenendspiel einlenken konnte. Darum remis.
Brett 2: Lars Gegner spielte eine dubiose Eröffnung. Lars opferte einen Bauern, wofür der gegnerische König im Zentrum steckenblieb. Lars konnte bereits weniger Züge später eine Figur erobern. Sein Gegner spielte dann leicht unfair bis zum Matt weiter(liess die Zeit jeweils auf eine Sekunde runterlaufen..). Trotzdem gewann Lars natürlich.1.5-0.5 für und
Brett 3: Lucas bekam in der russischen Eröffnung bereits nach 4! Zügen eine vorteilhafte Stellung. Sein Gegner glaubte dann einen Bauern zu gewinnen(unter Aufgabe des Läuferpaars). Lucas widerlegte dies jedoch auf eine tolle taktische Art und Weise und gewann eine Qualität. Danach auch souverän die Partie. 2.5-0.5 für uns
Brett 4: Luis bekam im englischen Angriff der Najdorf-Variante grosse Probleme und stand lange Zeit sehr schlecht. Dann aber gelang die Befreiung und fast wäre es ihm noch gelungen den ganzen Punkt einzufahren. Leider verpasste er in Zeitnot den Gewinnweg.
Mit diesem 3:1 Sieg waren wir voll auf Kurs. Gleichzeitig stand es bei Gonzen-Sprengschach 1.5-1.5. Die letzte Partie war klar vorteilhaft für den Sprengschächler. Hätte er sie gewonnen, so hätte uns am Nachmittag ein Unentschieden gereicht, aber das Leben ist leider kein Konjunktiv.. Die Partie endete Remis und somit mussten wir am Nachmittag gewinnen, das Sprengschach und Gonzen beide eher schwache Team zum Gegner hatten.
Der finale Showdown:

Riehen 1 - Sprengschach 2 1.5-2.5

Xaver Dill(1971)-Felix Bahl(2204)  0-1
Lucas Ping Pao(1869)-Lukas Meier (1892) 1-0
Luis Nägelin(1854)-Matthias Tezayak(1782) 0-1
Lars Nägelin(1923)-Ramon Gämperli(1692) remis

Brett 1: Ich bekam an Brett 1 einen österreichischen Import vorgesetzt. Mein Ziel die Partie durch 1 Sf3 in ruhige Gewässer zu lenken, ging nicht ganz auf. Wir bekamen eine brutale scharfe Halbslawisch-Variante aufs Brett. Nach einem Riesenbock wollte ich bereits aufgeben, fand dann aber doch noch einen Weg für eine spielbare Stellung. Dann hätte ich eine Zugwiederholung forcieren können. Nun, schlussendlich spielte ich ein korrektes Figurenopfer, verrechnete mich einmal und verlor jämmerlich. Damit hatte ich meinen Manschaftskollegen schonmal eine schwere Hypothek aufgebürdet.
Brett 2 : Im Duell der beiden Luc(k)as kam die Sizilianische Kan-Variante aufs Brett. Lucas behandelte die Stellung höchstpräzise und konnte den wichtigen e4-Bauern einheimsen. Nach einigen Abtauschen kam ein Turmendspiel mit 4-3 Bauern am KF zustande, das remislich aussah.Lucas gelang es jedoch verbundene e und f Freibauern zu kreieren, die die Partie entschieden. Super gespielt und ausgeglichen!
Brett 3: Luis spielte gegen die allseits geliebte Französische Eröffnung. Sein Gegner verschenkte Zeit indem er einen nutzlosen Bauern auf c2 frass. Dies gab Luis Zeit sich für einen gewinnbringenden Angriff aufzustellen. Just in dem Moment als alles vorbei zu schien, hatte Luis Zeitnot. Er übersah eine Drohung wonach sein Gegner zum Mattangriff ansetzte, der nur unter hohen materiellen Verlusten abgewehrt konnte. Damit leider 1-2 und unsere Hoffnungen waren dahin.
Brett 4: Lars ging ans 4te Brett um dort einen weiteren Sieg einzufahren. Seine Eröffungswahl war perfekt dafür geeignet: Die Najdorf-Variante. Sein Gegner, der auf Remis spielte, versuchte alles abzutauschen. Dies ermöglichte Lars jedoch das thematische d5 nachdem er gut stand. Im Endspiel hatte er das Springerpaar gegen Läufer und Springer. Er probierte alles um noch zu gewinnen und war seeeeehr nahe dran. Schlussendlich machte er dann remis, als es um nichts mehr ging.
Damit werden wir leider nur Dritter in unserer Gruppe (dies als Aufsteiger.) Trotzdem können wir stolz auf eine Superleistung sein, Bùùrsche!! Danke an Luis und Lars Nägelin, Pranav Sriram und Lucas Ping Pao fürs Spielen und René Deubelbeiss für die tolle Betreuung.  Näxt Johr schaffe mers. „¡Hasta la victoria siempre!"

Bericht: Xaver Dill

 

Zuletzt geändert am: Samstag, den 09. Mai 2015 um 23:06 Uhr
Bob Chessman

Bob Chessman

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1 Kommentar

  • Kommentar Link Bob Chessman Sonntag, den 10. Mai 2015 um 02:48 Uhr Gepostet von Bob Chessman

    NEU¨¨ Ein Bericht von Xaver Dill!

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