SG Riehen

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SMM 2. Liga: Riehen 4 spielt Unentschieden im Kamblyland!

Geschrieben von Bob Chessman Montag, den 21. März 2016 um 23:23 Uhr
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Trubschachen 3 (1814) – Riehen 4 (1944)  3-3

Bernhard Kunz (1852) - Matthias Balg (1994) 0-1
Benjamin Gerber (1752) - Peter Polanyi (2017) 1-0
Rolf Zürcher (1800) - Ivo Berweger (1938)  1–0
Jörg Brauchli (1866) -  Frank Schambach (1925) 0–1
Kirus. Sivanandan (1800)  - Wilfried Burkhardt (1850) 1–0
NN  -  Robert Luginbühl  0 – 1 FF

Eine ungewohnt lange Reise mussten die Mannen von Riehen 4 am Samstag antreten. Durch dichten Verkehr bis ins weite Emmental mussten wir uns kämpfen und trafen dort auf einen Gegner, der viel stärker war, als seine ELO-Zahlen vermuten liessen:

Der gegnerische ML hatte mich am Vortag fairerweise informiert, dass ihm ein Spieler fehlt und wir deshalb nur zu fünft anreisen müssten. Da im Nachbardorf von Trubschachen eine über 90-jährige Tante von mir im Pflegeheim lebt, habe ich die Gelegenheit für einen lange fälligen Besuch genutzt und meinen Kollegen den schachlichen Vortritt gelassen. Somit stand es schon zu Beginn 0–1.

Frank Schambach nutzte seinen Anzugsvorteil aus und übte ständig leichten Druck auf des Gegners Stellung aus. Als er dann einen zentralen Bauern des Gegners in die Schachtel wandern liess und kurz danach noch eine Qualität einheimste, war die Partie gelaufen. Die Verwertung erledigte Frank sehr souverän und knüpfte nahtlos an die hervorragende letzte Saison an 0-2        

Ivo Berweger liess sich anfangs Mittelspiel seine Königsstellung etwas auflockern und kämpfte von da an auf schwierigem Terrain. Gerade als es so aussah, als ob er Gegenspiel erreichen und einen Bauern zurückgewinnen würde, schlug ein Turm des Gegners zentral ein und eroberte einen zweiten Bauern. Ivo leistete zwar noch erbitterte Gegenwehr, konnte aber letztlich die Partie nicht mehr drehen: 1-2

Matthias Balg war mit Schwarz die ganze Partie über am Drücker, der gegnerische ML verteidigte sich aber hartnäckig. Nach Abriegelung des Königsflügels wendete Matty sich folgerichtig dem Damenflügel zu und drang mit beiden Türmen ein. Die gegnerische Stellung hätte aber wohl gehalten und Matty musste aufgrund der restlichen Partien remis ablehnen. Er schaffte es dann aber, alle Figuren abzutauschen und hatte das entstandene Bauernendspiel, aufgrund des aktiveren Königs und zweier Reservetempi, richtig als gewonnen eingeschätzt. 1-3

Peter Polanyi hatte zwar den nominell schwächsten Gegner, der aber spielte eine Partie, wie aus einem Guss, die jedem 2000er gut gestanden hätte. Er hängte Peter einen schlechten Läufer an und nutzte durch geschickte Öffnung der f-Linie den Raum für seine beiden Läufer und Schwerfiguren. Peter kämpfte wie ein Löwe, musste sich am Schluss aber doch geschlagen geben   2-3

Wilfried Burkhardt war vom Nordschwarzwald angereist und musste sich lange gegen die Angriffe seines jungen Gegners wehren. Er setzte dann einen sauberen Konter, opferte die Qualität um einen dominanten Springer zu entfernen und spielte das Endspiel sehr stark. Turm Läufer und Freibauer drängten den gegnerischen König an den Rand und plötzlich war ein ganzer Punkt in Sicht. Vielleicht war es diese Wendung oder etwas die nach fast 6 Stunden fehlende Kraft?! Schliesslich schaffte es der Emmentaler, Wilfried mit einem entfernten Freibauern noch zu erwischen und den Ausgleich zu erzielen:  3-3

Fazit:

Die Trubschachener haben deutlich über ihren ELO gespielt und werden auch anderen Mannschaften in dieser Gruppe noch weh tun. Wir haben eine gute kämpferische Mannschaftsleistung gezeigt und das gemeinsame Nachtessen im Hirschen hat uns für den verlorenen Mannschaftspunkt entschädigt. Danke für den Einsatz, die weite Anreise, die Bereitschaft Auto zu fahren (ohne Spesen abzurechnen) und den guten Mannschaftsgeist.

Bericht: ML Robert Luginbühl

 

Bob Chessman

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