SG Riehen

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SMM 2. Liga, Runde 2: Trümmerfeld spielte zu stabil, aber ein Exploit von Röbi Luginbühl gegen Edwin Bhend!

Geschrieben von Bob Chessman Dienstag, den 12. April 2016 um 16:56 Uhr
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Trümmerfeld 1 (2032) – Riehen 4 (1939) 4-2

Edwin Bhend (2201) - Robert Luginbühl (2078)  0-1
Mario Kobler (2078) - Matthias Balg (1994) 1-0
Benedikt Feldges (2018) - Peter Widmer (1979) 1–0
Martin Birchmeier (1876) -  Ivo Berweger (1938) 0–1
Franz Meier (1988) -  Frank Schambach (1925) 1-0
Leo Scheller - Heiko Schmidt (1719) 1–0

Am Montag Abend mussten wir die Reise ins Kleinbasel zu unseren Schachfreunden von Trümmerfeld antreten. Es wurde die erwartet schwere Aufgabe gegen den wohl stärksten Gegner in unserer Gruppe:

Frank Schambach musste mit Schwarz gegen Franz Meier antreten, was eine spannende und taktische Partie erwarten liess. Nach einer unglücklichen Entscheidung (La5 statt Lb4) kam f7 unter Druck und Frank musste Material geben, um weiterspielen zu können. Er versuchte noch alles, um das Blatt zu wenden, musste aber letztlich doch die Waffen strecken.  1-0

Ivo Berweger spielte mit Weiss gegen Martin Birchmeiers Sizilianisch eine sehr saubere Partie. Er verschaffte sich in der Eröffnung ein grosses Bauernzentrum und erzeugte mit dessen Hilfe viel Druck auf des Gegners Stellung. Diese Dominanz konnte Ivo schlussendlich sicher in einen ganzen Punkt verwandeln.  1-1

Peter Widmer gelang es, mit Schwarz gegen Benedikt Feldges auszugleichen und am Damenflügel Druck zu erzeugen. In einer Stellung mit langen Bauernketten und ungleichfarbigen Läufern war lange unklar, wer den Vorteil auf seiner Seite hat. Nicht zuletzt auf Anraten des Mannschaftsleiters (die restlichen Partien sahen nicht sehr vielversprechend aus) versuchte Peter die Stellung zu gewinnen. Dabei geriet sein König in Schwierigkeiten und er musste sich geschlagen geben.    2-1

Heiko Schmidt hatte Weiss gegen seinen (noch) ELO-losen Gegner Leo Scheller. Dieser spielte stark und brachte Heiko mit kleinen taktischen Nadelstichen in Schwierigkeiten, so dass der weisse König sich etwas zu lange in der Brettmitte aufhalten musste. Dort geriet er dann ins Kreuzfeuer der schwarzen Figuren und musste sich geschlagen geben.  3-1

Matthias Balg behandelte mit Weiss gegen Mario Kobler die Eröffnung etwas ungenau und gab einen Bauern für Raumgewinn. Nachdem der liechtensteinische Olympionike nicht optimal fortsetzte, erhielt Matty tatsächlich angemessene Kompensation für den Bauern. Leider verpasste er in Zeitnot eine Möglichkeit zum kompletten Ausgleich und musste sich schliesslich mit Turm und ungleichen Läufern so stark zurückdrängen lassen, dass nur noch die Aufgabe blieb. 4-1

Ich hatte die schwere Aufgabe gegen Altmeister Edwin Bhend anzutreten. Edwin erwies sich denn mit Weiss auch als der klar bessere Spieler und machte mir mit druckvollem Spiel am Damenflügel das Leben schwer und die Zeit knapp. Mit Turm, gleichfarbigen Läufern und 2 Minusbauern konnte ich mich knapp über die erste Zeitkontrolle retten, wobei ich im 36. Zug eine taktische Möglichkeit übersah, welche komplett ausgeglichen hätte. In der Verlängerung musste dann Edwin doch seinem Alter (85) Tribut zollen und ermöglichte mir nach Turmtausch mit zwei schlechten Zügen, das Läuferendspiel sogar noch zu gewinnen. 4-2

Fazit: Trümmerfeld wird in dieser Gruppe sicher vorne mitspielen, und wir sollten nun langsam aber sicher den ersten Vollerfolg einfahren, um nicht schon frühzeitig in den Abstiegsstrudel zu geraten.

Der ML: Robert Luginbühl

 

Zuletzt geändert am: Dienstag, den 12. April 2016 um 17:16 Uhr
Bob Chessman

Bob Chessman

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