NLA-Schlussrunde in Genf (22./23. Oktober): noch fünf Teams können Schweizer Meister werden / Riehen mit dabei

Geschrieben von Peter Erismann Sonntag, den 16. Oktober 2011 um 08:11 Uhr
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Die Ausgangslage vor der zentralen Nationalliga-A-Schlussrunde vom 22./23. Oktober in Genf (Hotel «Crowne Plaza», Avenue Louis-Casaï 75-77, Cointrin) präsentiert sich so spannend wie noch nie zuvor in der 60-jährigen Geschichte der Schweizerischen Mannschaftsmeisterschaft. Mit Aufsteiger Réti Zürich, Genf (je 11 Punkte aus sieben Runden), Reichenstein, Riehen (je 10) und Titelverteidiger Zürich (9) können theoretisch noch fünf Teams Meister werden.

Für zusätzliche Spannung sorgt der Spielplan. Vier der fünf Meisteranwärter – Réti, Genf, Reichenstein und Zürich – spielen in der zentralen Doppel-Schlussrunde ausnahmslos gegeneinander. Einzig Riehen hat mit den beiden Letztplatzierten und voraussichtlichen Absteigern Joueur Lausanne und Echallens zwei leichte Gegner.

Zwar ist Réti als Leader mit 3½ Einzelpunkten Vorsprung auf das mannschaftspunktgleiche Genf (die beiden treffen zum grossen Finale in der Schlussrunde aufeinander) in der komfortabelsten Situation. Die Zürcher können aus eigener Kraft als erster Neuling in der SMM-Geschichte und erstmals in ihrer Vereinsgeschichte Meister werden. Doch Réti-Captain GM Mihajlo Stojanovic ist realistisch: «Unsere Ausgangslage mit den beiden starken Gegnern Reichenstein und Genf, das zu Hause spielen kann, ist sehr schwierig. Es ist damit zu rechnen, dass alle drei Topteams noch Punkte gegeneinander abgeben, und dann wird Riehen mit seinem einfachen Restprogramm Meister.» Für Riehen-Captain Peter Erismann wiederum, für dessen Verein der Meistertitel ebenfalls eine Premiere wäre, bleibt zwar Réti der klare Meisterschaftsfavorit. «Doch wir konzentrieren uns auf uns selber und werden schauen, gegen die beiden Tabellenletzten vier Mannschaftspunkte zu holen. Da die beiden vor uns liegenden Teams noch gegeneinander anzutreten haben, ist vieles noch möglich.»

Will Riehen Meister werden, müssen jedoch Réti und Genf Punkte abgeben. Trotzdem sieht Genfs Captain IM Richard Gerber den Druck nicht auf seinem Team: «Natürlich sind wir auf eigenem Terrain besonders motiviert, um wie 1996 – als wir ebenfalls in Genf Schweizer Meister wurden – für einen Exploit zu sorgen. Aber die Favoritenrolle liegt nicht bei uns, da wir ein wesentlich geringeres Budget als die SG Zürich oder Réti haben. Trotzdem: Mit dem Heimvorteil im Rücken ist in der Schlussrunde alles möglich.»

 

 

Weniger Spannung verspricht der Kampf gegen den Abstieg. Nur ein Wunder kann die beiden Waadtländer Vereine Joueur Lausanne und Echallens noch vor der Rückkehr in die Nationalliga B retten.

 

 

Rangliste nach 7 Runden

Rang

Club

MP

EP

1.

Réti 1

11

36½

2.

Genève 1

11

33

3.

Reichenstein 1

10

31

 

Riehen 1

10

31

5.

Zürich 1

9

34½

6.

Luzern 1

8

29½

7.

Winterthur 1

5

24

8.

Wollishofen 1

4

24

9.

Joueur 1

2

23½

10.

Echallens 1

0

13

 

 

Partien der Doppel-Schlussrunde vom 22./23. Oktober in Genf (Hotel «Crowne Plaza», Avenue Louis-Casaï 75-77, Cointrin)

8. Runde (Samstag, 12.30 Uhr): Réti - Reichenstein, Zürich - Genf, Riehen - Echallens, Luzern - Joueur, Winterthur - Wollishofen.

9. Runde (Sonntag, 10.30 Uhr): Genf - Réti, Reichenstein - Zürich, Joueur - Riehen, Wollishofen - Luzern, Echallens - Winterthur.

 

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