Riehen ist Vizemeister!

Geschrieben von Bob Chessman Dienstag, den 25. Oktober 2011 um 05:23 Uhr
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In einem dramatischen Finale gewinnt Riehen den Vizemeistertitel, das beste Ergebnis der Klubgeschichte. Da Réti gegen Reichenstein auf Verlust stand und auch gegen Genf viel Glück benötigte, war der Titel für uns zum Greifen nahe. Trotz dem knapp verpassten Meistertitel darf für Riehen die Saison ruhig als sensationell bezeichnet werden.

Riehen -  Echallens 6½:1½

Hickl  -  Olivier  ½:½
Buss  -  Sadéghi  1:0
Cvitan -  Duratti 1:0
Kaenel - Vianin 1:0
Flückiger - Steenhuis 1:0
N. Grandadam - Charmier 1:0
Toth - A. Meylan 1:0
Schmidt-Schäffer - Lopez 1:0

Joueur Lausanne  -  Riehen 3½:4½

Tschernuschewitsch -  Cvitan  ½:½
Domont  -  Hickl  0:1
Netzer  - Buss ½:½
Sermier -  Kaenel  ½:½
Riff -  Flückiger  ½:½
Ch. Lamoureux -  N. Grandadam  ½:½
Monsieux - Schmidt-Schäffer 1:0
Scapuso -  Toth  0:1

Nationalliga-A-Schlussrangliste nach 9 Runden


1. Réti 14 (45)
2. Riehen 14 (42)
3. Zürich  12 (43)
4. Genf 12 (40½)
5. Luzern 12 (40)
6. Reichenstein     11 (38½)
7. Winterthur 7 (32)
8. Wollishofen  6  (31)
9. Joueur 2 (30/Absteiger)
10. Echallens 0 (17½/Absteiger).

Dass alle Mannschaften mit Titelchancen bestmöglich antreten würden, war von Anfang an klar. Wir erledigten unsere Aufgabe gegen Echallens ohne grössere Probleme. Réti hingegen zeigte sich gegen Reichenstein nervös und geriet unter Druck. Nur dank einem groben Fehler von Riff und zu wenig Selbstvertrauen vom Wirthensohn konnten sie sich ins Unentschieden retten. Dies hätte die Vorentscheiddung zu unseren Gunsten sein können, doch die Spannung verschob sich somit eher erwartungsgemäss auf die Schlussrunde.

Wir bekundeten gegen Lausanne mehr Mühe als erwartet. Ralph Buss geriet in eine etwas nachteilige Stellung, konnte sich jedoch im Endspiel retten. Dass Jörg Hickl früher oder später gewinnen würde, war zu erwarten. Doch da unterlief Sebastian plötzlich ein folgenschwerer Fehler und er geriet auf die Verliererstrasse. Dank dem mühsam erarbeiteten „Pflichtsieg“ von Bela Toth am letzten Brett gelang noch ein knapper Sieg. Dies hätte eigentlich zum Titel reichen müssen, stand doch mittlerweile Genf besser gegen Réti. Die Frage stelle sich, ob ein 4-4 resultieren würde oder ob Genf knapp gewinnen könne. Doch wie es so geht: In der Zeitnot: griff Miralles im 40. Zug (!) fehl, sonst hätte er seine Partie gegen Milov niemals verloren. Und Landenbergue liess sich in einer haltbaren Stellung immer mehr zurückdrängen, nach mehr als 6 Stunden Kampf entschied seine Niederlage den Titel. Bitter für Genf, das dadurch noch aus den Medaillenrängen fiel.

Trotz dem knapp verpassten Meistertitel darf für Riehen die Saison ruhig als sensationell bezeichnet werden. Vor der Saison hatte uns niemand zugetraut, dass wir um den Titel mitsprechen würden. Und ein Sieg gegen Rekordmeister Zürich, das darf sich sehen lassen! Sie hatten vorher viele Jahre lang keinen einzigen Wettkampf verloren, nach der Niederlage gegen uns waren sie so desorientiert, dass sie anschliessend gleich nochmals verloren…….

Es war die am stärksten besetzte Mannschaftsmeisterschaft aller Zeiten. Unter diesen Prämissen betrachtet ist der Vizemeistertitel noch wertvoller. Was hat zu diesem hervorragenden Resultat geführt!? Vor allem eine geschlossene Mannschaftsleistung. Dass Jörg Hickl eine sehr solide Performance abliefert, sind wir uns gewohnt. Doch dieses Jahr spielten auch Ognjen Cvitan und Nicolas Grandadam überragend.

Bericht: Peter Erismann

P.S.: Die Riehener Zeitung berichtete in ihrer Ausgabe vom 28. Oktober 2011 auf ihrer Frontseite über die Schlussrunde in Genf. Wer sich für diesen Artikel interessiert, der kann eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. schicken und erhält dann eine PDF-Datei des Artikels!

 


Zuletzt geändert am: Mittwoch, den 09. November 2011 um 23:23 Uhr
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