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Bob Chessman

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Montag, den 23. Januar 2023 um 23:12 Uhr

SGM 3. Runde, Riehen 1: Erfolg gegen Payerne

In der Schweizerischen Gruppenmeisterschaft rehabilitiert sich Riehen mit einem klaren Sieg gegen die ambitionierte Mannschaft von Payerne. Auch Riehen 2 vermag sich positiv in Szene zu setzen.

Fast alle jungen talentierten Spieler:innen der Westschweiz spielen bei Payerne, das sehr kampfstark und ambitioniert auftritt. Besonders erwähnenswert ist, dass gleich drei Frauen bei Payerne eingesetzt wurden, es ist praktisch die Hälfte der Schweizer Damen-Nationalmannschaft. Doch diesmal behielten die Riehener Routiniers das bessere Ende für sich. Dorian Jäggi machte mit seinem reputierten Gegner kurzen Prozess und gewann in eindrücklicher Manier. Nicolas Brunner am Spitzenbrett hatte mit Schwarz spielend schon rasch Ausgleich und konnte sukzessive verdichten, um schlussendlich in überlegener Position mit einem taktischen Abschluss die Partie zu seinen Gunsten abzuschliessen. Evgeny Degtiarev und Heinz Wirthensohn standen beide deutlich besser, verloren jedoch den roten Faden und mussten sich mit einem Unentschieden begnügen. Einzig Niklaus Giertz hatte etwas Glück, er kam gegen die in der Schweiz lebende Ukrainerin Mariia Manko mächtig unter Druck und konnte nur ganz knapp doch noch in den Remishafen einlaufen. Eine verrückte Partie hatte Gerhard Kiefer, wenn er bei der Bauernumwandlung eine Dame verwandelt hätte, wäre er Matt gegangen, so musste er in einen Springer nehmen, dies mit einem gleichzeitigen Schachgebot, danach war die Partie ausgeglichen.

Sehr erfreulich auch der Sieg der zweiten Mannschaft im Lokalderby gegen Basel Trümmerfeld, da vermochten sich einmal mehr die Jungen besonders auszuzeichnen, sowohl Arvin Kasipour als auch Nicos Doetsch-Thaler gewannen. Die dritte Mannschaft von Riehen hatte nach einer Spielpause in der letzten Runde wiederum einen Einsatz, leider war er nicht besonders erfolgreich.

1. Bundesliga

Payerne - Riehen 3:5 (T. Stijve - Brunner 0:1, S. Stoeri - Degtjarew ½:½, Burnier - Haag ½:½, Pomini - Jäggi 0:1, Zarri - Kiefer ½:½, De Seroux - Riehle ½:½, Manko - Giertz ½:½, L. Stoeri - Wirthensohn ½:½), Winterthur - Nyon 2:6, Sprengschach Wil/SG - Kirchberg 1:7, Wollishofen - Zürich 5:3. 

Rangliste nach 3 Runden: 1. Nyon 6 (19). 2. Kirchberg 4 (16½). 3. Payerne und Wollishofen je 4 (13). 5. Riehen 4 (11). 6. Winterthur 2 (10½). 7. Zürich 0 (9). 8. Sprengschach 0 (4).

Partien der 4. Runde (11. Februar): Nyon - Zürich, Kirchberg - Payerne, Riehen - Wollishofen, Winterthur - Sprengschach. 

 

 

1. Regionalliga

Basel Trümmerfeld – Riehen II 2,5-3,5 (Schröter – Schmahl ½-½, Wirz – Kasipour 0-1, Frei – Achatz K. ½-½, Grünberger – Doetsch-Thaler 0-1, Bhend – Brait 1-0, Sperzel – Achatz M. ½-½).

2. Regionalliga

Olten III – Riehen III 3,5-1,5 

1 605 Walter Stegmaier 1061 René Deubelbeiss ½-½
2 7246 Paul Niederer 23808 Vishak Chockalingam ½-½
3 26285 Olexiy Musienko 8669 Pedram Sendi 1-0
4 696 Guido Born 10887 Thomas Arnold 1-0
5 2508 Markus Angst 23522 Deniz Ronny Bünül ½-½

 

 

Bericht: Peter Erismann

Sonntag, den 22. Januar 2023 um 19:07 Uhr

SGM Runde 3: Riehen 2 schlägt Trümmerfeld 1 knapp!

Schon das Vorfeld des Wettkampfes war spannend, nachdem Matthias Rüfenacht aus persönlichen Gründen der ersten Mannschaft absagte, was zur Folge hatte, dass Niklaus Giertz nachrückte und eine Lücke hinterliess. Die wurde durch den Mannschaftsleiter gefüllt. Wie sich im weiteren Turnierverlauf herausstellte, war die Füllung von eher schwacher Qualität und fiel rasch wieder aus. Oder, um es anders zu sagen: auf Brett 5, dem Seniorenbrett hatte Edwin Bhend mit Wolfgang leichtes Spiel und musste nur etwas Beihilfe zum Selbstmord leisten. Der positive Teil – zumindest aus Sicht des Mannschaftsleiters, war, dass nun die anderen sofort wussten, sie mussten alles geben, um das Ruder wieder herum zu reissen.

Auf Brett 6 entwickelt sich ein heftiger Kampf, der lange so aussah, als könnte Michael seinen Gegner klar besiegen. Dann übersah er allerdings eine taktische Abwicklung und musste ins Remis einlenken. Alle anderen Bretter standen zu diesem Zeitpunkt ausgeglichen und es zeichnete sich eine Knappe Niederlage ab. Das wurde auch durch die nachfolgenden Remis von Stephan und Kirstin bestätigt. Dann aber kam die erste Überraschung: Auf Brett vier gewinnt Nicos in möglicherweise leicht besserer Stellung gegen Mosko durch Zeitüberschreitung und es steht 2,5:2,5.

Alles blickt auf Arvin. Und auch hier ist der Kampf gegen Heinz Wirz ausgeglichen. Schwerfiguren Endspiel mit Damen, beiden Türmen und gleichen Bauern, aber Arvin hat die Bauernmehrheit am Damenflügel und nach der grossen Rochade auch den König dort, währen Heinz die Mehrheit am Königsflügel hat. Alle anwesenden Kiebitze waren sich einig, dass das auch ins Remis enden würde. Arvin allerdings hatte andere Ideen. Er nutze die Gelegenheit eine Abtausches um die Dame gegen zwei Türme zu opfern und führte den Freibauern am Damenflügel methodisch zum Sieg. Eine tolle Leistung gegen einen starken Gegner. Hier der Endstand:

Trümmerfeld 1              2 ½: 3 ½               Riehen 2

Michel Schröter (2109)     ½ : ½                    Stephan Schmahl (2107)

Heinz Wirz (2158)            0:1                        Arvin Kasipour Azbari (2073)

Thadeus Frei (2002)         ½ : ½                    Kirstin Achatz (2060)

Mosko Grünberger (2064)  0:1                       Nicos Doetsch-Thaler (1953)

Edwin Bhend (2076)          1:0                       Wolfgang Brait (1953)

Bernd Sperzel (1879)         ½ : ½                   Michael Achatz (1852)

Hier noch Arvins spannende Partie gegen Heinz Wirz : 1. e4 e6 2. d4 d5 3. Bd3 dxe4 4. Bxe4 Nf6 5. Bf3 c5 6. Be3 cxd4!= 7. Bxd4 Nc6 8. Bxf6 (laut Chessbase ist hier besser 8.Bxc6 bxc6 9. Nc3 mit leichtem Vorteil für weiss) Qxf6 9. c3 Bc5 10. Nd2 O-O 11. Ne4 Qe7 12. Nxc5 Qxc5 13. Ne2 Rd8 14. Qb3 Ne5 15. Be4 Bd7 16. Nd4 Bc6 (Schwarz hat sich Schritt für Schritt verbessert und steht jetzt aktiver und besser) 17. Qc2 (besser war 17. Nxc6 bxc6 und 18.0-0 mit leichtem Vorteil für Schwarz) 17...Bxe4 (hier vergibt Schwarz seine Gewinnchance. Wie das aber so oft ist bei Analysen mit der Engine – man kann den Gewinnweg kaum sehen. Nach 17...f5! 18. Nxe6 (18. Bxc6 Rxd4 19. Bf3 Nd3+ 20. Kf1 Rad8) 18... Bxe4! 19. Qxe4 Qd6 20. Qxf5 g6 steht schwarz auf Gewinn) 18. Qxe4 Schwarz steht besser. Nc4 19. O-O-O b5 20. Qc6 (eventuell Rd3! Mit leichtem Vorteil für schwarz) 20...Qg5+ 21. Kb1 a6 22. h4 Qg6+ (besser ist 22...Qf4! 23. F3 Qg3) 23. Ka1 Ne5 24. Qc7 Rd5 25. f4 Nc4 26. b3 Ne3 27. Rd2 Nf5 28. Nxf5 Qxf5 29. Rhd1 g6 30. Kb2 Rad8 (Schwarz hat nach einigen schwächeren Zügen seinen Vorteil eingebüsst und die Stellung ist ausgeglichen. Mit diesem Zug erwartet Schwarz vermutlich einen Abtausch beider Türme und ein remis in Bälde. Es kommt aber anders) 31. Qxd8+(laut Engine ist das nur der zweitbeste Zug. Der Abtausch ist leicht besser eingeschätzt. Aber praktisch gesehen ist das die einzige Möglichkeit auf Gewinn zu spielen und Arvin zeigt hier seinen Kampfgeist. Was jetzt kommt, hat mich sehr beeindruckt.) 31...Rxd8 32. Rxd8+ Kg7 33. g3 e5 34. fxe5 Qxe5 35. R8d3 b4 36. Kc2 bxc3 37. Rxc3 Qe2+ 38. Rd2 Qe4+ 39. Kb2 Qe5 40. b4 h6 41. a4 g5 42. hxg5 hxg5 43. Kb3 Qe6+ 44. Ka3 Qe5 45. Kb3 Kg6 46. Rc6+ Kh5 47. Rd3 (soweit alles noch in Ordnung. 47. Rxa6 wäre schlecht wegen 47... Qxg3 48. Kc2 Qe2 und Schwarz hat plötzlich wieder Chancen) Qe4 48. Rcd6 Qe2(besser ist 48...f5 und alles ist ok) 49. b5 a5 50. b6(jetzt steht Weiss klar besser – zum ersten mal in der Partie) 50...Qe1(50... Qe4 war notwendig) 51. Kc4 Qb4+ 52. Kd5 Qxa4 53. Rc3 (gibt Schwarz nochmal eine Chance. Besser war 53. Kc5!) 53...Qb5+ (53... f5! Gibt Schwarz nochmals eine Chance auf Ausgleich, aber jetzt lässt Weiss nicht mehr locker) 54. Rc5 Qa6 55. Kc6! a4 56. Kc7 Qe2 57. b7 Qe7+ 58. Kc6 Qe4+? (58... Qe8+ 59. Kb6 a3 produziert noch ein paar Komplikationen) 59. Rdd5 Qe8+ 60. Kb6 a3 61. Ra5 Qe3+ 62. Ka6 Qb3 63. Ka7 a2 64. b8=Q Qxd5 (versucht noch einen letzten Trick) 65. Qh8+ und Schwarz gibt auf. Ein für mich sehr instruktives Endspiel

Bericht: Wolfgang Brait.

Montag, den 09. Januar 2023 um 14:10 Uhr

SGM: Deutliche Niederlage gegen Kirchberg

In der Schweizerischen Gruppenmeisterschaft verliert Riehen gegen den Titelaspiranten Kirchberg deutlich. Die zweite Mannschaft von Riehen besiegt Biel, während die dritte Mannschaft spielfrei war.

Kirchberg trat mit zwei Grossmeistern an, zudem mit der Frauengrossmeisterin Ghazal Hakimifard und der Internationalen Frauenmeisterin Lena Georgescu, diese beiden bilden das Rückgrat der Schweizer Damen-Nationalmannschaft. Da Riehen zudem nicht in Bestformation antreten konnte, war es klar, dass Mannschaftspunkte kaum in Reichweite liegen würden. Eine Niederlage ja, doch das Ausmass zeigte die Schwächen im Riehener Team deutlich auf. Einzig der in der SMM in der ersten Mannschaft von Riehen spielende Nicolas Brunner vermochte trotz seiner Niederlage zu überzeugen. Nach sechs Stunden Kampf musste er gegen den in Deutschland lebenden starken russischen Grossmeister Vitaly Kunin zwar die Waffen strecken, doch zwischenzeitlich hatte er gar eine vorteilhafte Stellung und er übersah eine mögliche Gewinnwendung. Die anderen Spieler von Riehen sind mehrheitlich Stammspieler der NLB. Es zeigte sich einmal mehr, dass zwischen Spielern der NLA und der NLB ein grosser Unterschied besteht. Insofern gab es einen zusätzlichen Aufschluss darüber, wie Riehen in der im April beginnenden Mannschaftsmeisterschaft aufzustellen haben wird.

Erfreulich der deutliche Sieg der zweiten Mannschaft gegen Biel, von der Papierform her war eher ein ausgeglichener Wettkampf zu erwarten gewesen.

1. Bundesliga

Riehen - Kirchberg 1:7 (Brunner - Kunin 0:1, Pfrommer - Yankelevich 0:1, Metz - M. Lehmann 0:1, Wirthensohn - Hakimifard 0:1, Kiefer – Georgescu ½:½, Rüfenacht - Schlegel 0:1, Kasipour Azbari - S. Muheim 0:1, Schwierskott - Ramseyer ½:½), Wollishofen - Winterthur 2½:5½, Nyon - Sprengschach Wil/SG 7½:½, Zürich - Payerne 3:5.

Rangliste nach 2 Runden: 1. Nyon 4 (13). 2. Payerne 4 (10). 3. Kirchberg 2 (9½). 4. Winterthur 2 (8½). 5. Wollishofen 2 (8). 6. Riehen 2 (6). 7. Zürich 0 (6). 8. Sprengschach 0 (3).

Partien der 3. Runde (21. Januar): Winterthur - Nyon, Payerne - Riehen, Sprengschach - Kirchberg, Wollishofen - Zürich. 

1. Regionalliga

Riehen II – Biel 4-2 (Achatz Kirstin – Lucca ½-½, Ernst – Corbat 1-0, Deubelbeiss – Wiesmann 1-0, Brait – Lienhard ½-½, Van Hoogevest – Bürki 0-1, Achatz Michael – Ineichen 1-0).

 

Bericht: Peter Erismann

Samstag, den 31. Dezember 2022 um 17:23 Uhr

Basler Christmas Chess Festival

Anknüpfend an die langjährige Tradition des Schachfestivals Basel fand dieses Jahr wieder ein Meisterturnier statt, welches vom 15-jährigen Aserbeidschaner Read Samadov gewonnen wurde. Ein voller Erfolg für den Organisator Claudio Boschetti, knapp 200 Teilnehmende fanden den Weg ins Hotel Mövenpick in Basel.

In den letzten Jahren hatte das Schachfestival Basel jeweils im Landgasthof in Riehen stattgefunden, ein Turnier, welches vorwiegend dem Breitenschach gewidmet war. An früheren Traditionen anknüpfend hat sich der Organisator entschieden, nun wiederum auch ein Meisterturnier auszuschreiben. 9 Runden in 5 Tagen mit der Möglichkeit zur Erzielung internationaler Normen, ein hartes Programm für die Teilnehmenden. Es zeigte sich denn auch, dass vorwiegend junge Spieler den Weg ins Hotel Mövenpick fanden. Es gewann der 15-jährige Aserbeidschaner vor dem 18-jährigen Deutschen Moritz Weishaeutel und dem 25-jährigen ukrainischen Grossmeister Li Min Peng. Aufgrund des grossen Erfolges wird das Turnier inklusive der Meisterkategorie auch im nächsten Jahr weitergeführt werden. Diesmal waren «lediglich» drei Grossmeister am Start, diese Zahl soll im nächsten Jahr deutlich gesteigert werden.

Riehen war im Meisterturnier mit Arvin Kasipour vertreten, der amtierende Schweizermeister U16 konnte sich im Mittelfeld behaupten und sowohl seinen Startranglistenplatz verbessern als auch 42 Elo-Punkte dazugewinnen, ein weiterer toller Erfolg!

Im zweiten Turnier starteten mehrere Riehener mit eher durchschnittlichen Ergebnissen. Rolf Ernst und Stephan Schmahl erzielten je 4,5 Punkte, Kritikh Chockalingam 3,5 Punkte und Rudolf Frey 2,5 Punkte.

Im Nachwuchsturnier waren weitere Riehener im Einsatz: Den zweiten Platz belegte Vishak Ckockalingam mit 7,5/9, Dritter wurde Deniz Bünül mit 6,5 und den 7. Platz belegte Amaryllis Stemmler mit 5 Punkten.

Sämtliche Details sind zu finden unter: https://chess-results.com/tnr629636.aspx?lan=1.

Bericht: Peter Erismann

 

 In der Startrunde der 1. Bundesliga der Schweizerischen Gruppenmeisterschaft (SGM) gab es nebst 2 Favoritensiegen eine Überraschung, wobei der letztjährige Dritte Winterthur gegen Payerne verlor. Riehen als Überraschungsmannschaft der letzten Saison, die mit dem Vizemeistertitel gekrönt wurde, traf zum Auftakt gegen die auf dem Papier gleichwertig eingestufte Mannschaft der Schachgesellschaft Zürich. Wie Riehen benutzt auch Zürich die Gruppenmeisterschaft jeweils als Vorbereitung auf die bedeutendere Schweizerische Mannschaftsmeisterschaft (SMM). Immerhin setzte es an den ersten 4 Brettern vier Spieler, die regelmässig in der ersten Mannschaft in der SMM spielen, ein. Bei Riehen kamen vorwiegend Spieler aus der zweiten Mannschaft zum Zuge. Lediglich Nicolas Brunner war aus der ersten Mannschaft dabei. Zürich besass an den ersten 4 Brettern und Riehen an den Brettern 5 - 8 ein leichtes Übergewicht, womit ein spannender Wettkampf erwartet werden konnte.

 

Nach lange ausgeglichenem Verlauf konnten die Riehener Spieler an den Brettern 1 - 4 ihren etwas stärkeren Gegnern jeweils ein wertvolles Unentschieden abknöpfen. Die Entscheidung spielte sich an den hinteren vier Brettern ab. Nachdem zuerst Pawel Silberring Zürich überraschend in Führung brachte, gelang Gerhard Kiefer, Marc Schwierskott und Matthias Rüfenacht mit 3 schönen Gewinnpartien die Wende zum erfreulichen 5 : 3 Erfolg!

 Favorit ist in dieser Saison der amtierende Meister Nyon, dem wohl keine der anderen Mannschaften das Wasser reichen wird. Um die weiteren Podestplätze kämpfen wahrscheinlich Winterthur, Kirchberg, Wollishofen und wer weiss auch Riehen!  

 Riehen 2 schlug sich gegen das für diese Liga viel zu starke DSPP (mit 2 Grossmeistern antretend!) mit einer 2:4 Niederlage achtbar, während Riehen 3 leider gegen Rhy Rheinfelden klar mit 1:4 verlor.

 

1. Bundesliga

 

Riehen - Zürich 5 : 3 (Brunner - Bogner 0,5 : 0,5 - Degtiarev - Petkidis 0,5 : 0,5, Pfrommer - Fischer 0,5 : 0,5, Metz - Friedrich 0,5 : 0,5, Wirthensohn - Silberring 0:1, Kiefer - Labelle 1:0, Rüfenacht - Csajka 1:0, Schwierskott - Jung 1:0), Kirchberg - Nyon 2,5 : 5,5, Sprengschach Wil/SG - Wollishofen 2,5 : 5,5, Payerne - Winterthur 5 : 3

 

Partien der 2. Runde (7. Januar 2023): Riehen - Kirchberg, Wollishofen - Winterthur, Nyon - Sprengschach Wil/SG, Zürich - Payerne

 

1. Regionalliga

 


Heimmannschaft:
 SG Riehen 2
  Gastmannschaft: DSSP 1

 

Brett Code
Code
Spieler
Joueur
  Code
Code
Spieler
Joueur
FF Resultat  2 - 4
Résultat
1 23581 Kirstin Achatz   13949 Christian Bauer   0-1
2 18916 Wolfgang Brait   24454 Ilja Zaragatski   0-1
3 22235 Elio Jucker   25621 Christian Braun   0-1
4 23580 Michael Achatz   25588 Fatih Baltic   0-1
5 7544 Niklaus Giertz   21053 Moritz Valentin Collin   1-0
6 24902 Seyed Arvin Kasipour Azbari   22259 Simon Schnell   1-0

 

2. Regionalliga

 


Heimmannschaft:
 SG Riehen 3
  Gastmannschaft: Rhy Rheinfelden 1

 

Brett Code
Code
Spieler
Joueur
  Code
Code
Spieler
Joueur
FF Resultat  1 - 4
Résultat
1 1061 René Deubelbeiss   12556 Frédéric Epiney   1-0
2 8669 Pedram Sendi   25924 Az Damdinsuren   0-1
3 22972 Misha Kallivroussis   18404 Michael Neis   0-1
4 26579 Tanish Kamath   26385 Arsim Gashi   0-1
5       22089 Sandro Bolettieri FF 0-1

 

Bericht: Matthias Rüfenacht 

 

PS: Falls Sie ein Foto dazu bringen wollen, dann schlage ich Ihnen einen der drei siegreichen Spieler der ersten Mannschaft vor.

  

In der ersten Runde stiessen wir gleich auf den klaren Favoriten DSSP 1. Es war relativ klar, dass sie, wie auch in der SMM, mit einem tollen Team antreten werden, damit sie den Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffen. Daher hatten wir uns entschieden taktisch aufzustellen. Die Idee war, nach Möglichkeit an den beiden hinteren Brettern zu punkten und dann eventuell auf den vorderen Brettern den ein oder anderen halben Punkt zu ergattern. Und beinahe wäre die Strategie aufgegangen. Michael Achatz hatte am 4. Brett recht schnell eine schlechtere Stellung und musste sich als erster gegen den ca. 450 Elo stärkeren Fatik Baltik geschlagen geben. Nun, damit war zu rechnen. In der Zwischenzeit hatten aber sowohl Arvin Kasipour   auf Brett 6 und Niklaus Giertz auf Brett 5 recht viel versprechende Stellungen aufgebaut. Als nächster war Wolfgang Brait gegen GM Zaragatski dran. Nachdem er die Eröffnung überraschend gut überstanden hatte, machte er einen strategischen Fehler, der zu einer Bauerschwäche führte, die dann zu einer Felderschwäche führte, die dann zu einer gesamt schwachen Stellung führte und das war dann das. Elodifferenz von etwa 600 Punkten – das war zu erwarten. Dann gewannen sowohl Arvin als auch kurz danach Niklaus ihre Partien und es war Gleichstand 2:2. Leider konnte Karin Achatz ihre Serie gegen Grossmeister nicht fortsetzten und musste sich GM Christian Bauer geschlagen geben (auch etwa 550 Elo stärker). Also musste Elio JUcker gegen IM Christian Braun gewinnen. Und wer hätte das gedacht – er war näher dran, als man dachte. Nach Abwicklung in ein Springerendspiel, hatte er lange Zeit ausgezeichnete Remis-Chancen. Und Übergang in ein Damenendspiel, bei dem er sogar einen Mehrbauern hatte möglicherweise sogar Gewinnchancen. Aber hier hatte er nur mehr wenige Minuten, während sein Gegner noch mehr als eine halbe Stunde hatte und in dieser Zeit, gegen einen so starken Gegner ist es sehr schwer ein präzises Damenendspiel zu spielen. Letztlich musste er sich nach sehr langem und zähem Kampf geschlagen geben. Mit 4:2 haben wir zwar verloren, aber es ist doch ein achtbares Resultat gegen ein solch starkes Team.

Hier die Details:

 

Riehen  2                                                  DSSP 1                     2:4

Brett 1:       Kirstin Achatz          -              GM Christian Bauer     0:1

Brett 2:       Wolfgang Brait         -              GM Ilja Zaragatski      0:1

Brett 3:       Elio Jucker               -              IM Christian Braun      0:1

Brett 4:       Michael Achatz         -              Fatik Baltic                 0:1

Brett 5:       Niklaus Giertz          -              Moritz Valentin Collin   1:0

Brett 6:       Arvin Kasipour         -              Simon Schnell             1:0


Rangliste:

                                 MP  EP

1.  DSSP 1                  2     4

     Porrentruy 1          2     4

     Sorab 1                 2     4

4.  Biel SG 1               1     3

     Trümmerfeld 1       1     3

6.  Basel SG 1             0     2  

     Court 1                  0     2

     Riehen 2                0     2

  

Bericht: Wolfgang Brait


 

 

Sonntag, den 04. Dezember 2022 um 15:39 Uhr

Seniorenturnier Ascona - Matthias Rüfenacht siegt souverän

 Ascona

Das Podest von Ascona: v.l.n.r. Andreas Scheidegger (2.), Matthias Rüfenacht (1.) und  Leo Germann (3.)

Prachtvolles Tessiner Herbstwetter begleitete uns am letzten Seniorenturnier des Jahres 2022 im "Hotel Ascona" oberhalb des Lago Maggiore. Nur 2 Damen und 24 Herren meldeten sich zum Turnierstart. Vanda Bilinski, Jean-Bernard Chatton, Peter Steiger und Zoran Trivic waren zum ersten Mal an einem Hotelturnier dabei. Mit sechs Teilnehmern über 2000 ELO war ein starkes Teilnehmerfeld anwesend.


Matthias Rüfenacht setzte sich von Beginn weg an die Spitze und konnte trotz gesundheitlichen Problemen das Turnier  mit 8 Punkten aus 9 Partien und mit 1½ Punkten Vorsprung vor Andreas Scheidegger und Leo Germann gewinnenBeat Jeker spielte zum zweiten Mal an einem Turnier der Schweizer Schachsenioren und konnte es ungeschlagen auf dem guten 9. Rang beenden.  

 


Am Blitzturnier vom Donnerstag beteiligten sich 10 Spieler. Hier siegte Hans Joller mit 6 Punkten aus 7 Runden vor Jürg Ramseier mit 5½ Punkten und Andreas Scheidegger mit 4½. Auch das Problemlösungsturnier war sehr gut besucht. Sieger war hier Matthias Rüfenacht vor Bodo Liphardt und Fredy Gertsch. 

 

In der ELO-Wertung für den begehrten Hotelpreis, 2 Übernachtungen für zwei Personen inkl. Halbpension, gab es ein knappes Rennen. Erst in der letzten Runde konnte hier Walter Zingg die Führung übernehmen und den  Preis aus den Händen von Herrn Andrea Biasca entgegennehmen. Wir durften wiederum ein wunderbares Turnier erleben. Alles hat gepasst. Herzlichen Dank an die Hotelleitung und das Personal.

Bericht: Matthias Rüfenacht

Dienstag, den 29. November 2022 um 03:48 Uhr

Lionel Messi und Cristiano Ronaldo spielen Schach - wer gewinnt?


ronaldo-messi-leibovitzklein

Lionel Messi und Cristiano Ronaldo brüten über einem Koffer von Louis Vuitton mit Schachbrett-Muster. Foto: Annie Leibovitz

Wer hat gewonnen?

Die Firma Louis Vuitton hat in ihrer neuesten Werbung die beiden besten Fussballer des letzten Jahrzehnts an ein Schachbrett platziert. Die Positionierung der Figuren ist dabei kein Zufall. Wer hat gewonnen?

Es ist ein Bild, das seit seiner Veröffentlichung (z.B. in der NZZ vom 29.11.2022) in den sozialen Netzwerken für Aufregung sorgt. Für seinen Instagram Post mit der Foto erhielt Christiano Ronaldo innerhalb von drei Stunden 15,5 Mio. Likes. Lionel Messi brachte es immerhin auf 13 Mio. Die Foto zeigt die beiden Fussball-Legenden bei einer Schachpartie gegeneinander. Es ist das erste Mal, dass der Argentinier und der Portugiese gemeinsam in einem Werbespot zu sehen sind.

Das Bild wurde von der bekannten Fotografin Annie Leibovitz aufgenommen. Natürlich wurde nichts dem Zufall überlassen – vor allem nicht die Position der Figuren auf dem Schachbrett. Die Stellung wurde von den Schachfans natürlich sofort genau unter die Lupe genommen.

Man kann sich gut vorstellen, dass keiner der beiden Spieler gerne von seinem Dauerrivalen in diesem Spiel des Geistes und der taktischen Intelligenz vorgeführt werden wollte. Wie kann man es also schaffen, keinen der beiden Stars zu verärgern? Ziemlich einfach. Die Autoren der Werbekampagne haben ein Spiel nachgespielt, das unentschieden endete.

Ronaldo darf Carlsen sein

Die Partie, bei der die Figuren gleich auf dem Brett standen wie bei der Partie Messi gegen CR7, wurde am 08.06.2017 zwischen Magnus Carlsen (Weiss) und Hikaru Nakamura (Schwarz)  beim "Norway Chess 5th" in Stavanger ausgetragen. Hier die Stellung:

AAAAMessi

Es folgte: 38. ...Dg4+   39. Kh1 Dh4+ 40 Kg1 Dg4+ remis

Die Pointe: Tatsächlich haben sich die beiden Fussballer nicht wirklich zur Fotosession getroffen. Die Fotos wurden zu unterschiedlichen Zeiten aufgenommen und dann zusammengesetzt.

Mehr über diesen Werbegag vergleiche auch auf chessbase: 

https://de.chessbase.com/post/messi-und-ronaldo-spielen-schach

Bericht: Bob Chessman

Samstag, den 26. November 2022 um 22:58 Uhr

NMM 1. Runde Ausgezeichneter Auftakt

Da wir dieses Jahr in der NMM nur eine Mannschaft stellen, sollten wir eigentlich immer recht leicht eine grossartige Mannschaft aufstellen können. Und weil das so einfach ist, hat der Mannschaftsführer Wolfgang Brait die Sache etwas schwieriger gemacht, indem er allen nur eine Woche Reaktionszeit gab. Dank einer ausgezeichneten Leistung hat es aber trotzdem zum klaren Sieg gegen den Aufsteiger Novartis gereicht. Auf Brett 6 einigten sich Pedram Sendi und Hansjörg Kramer nach einer dynamischen, aber recht kurzen Partie auf remis und dann begann das Warten. René Deubelbeiss und Frank Schambach kamen immer deutlicher in Vorteil, während Röbi Luginbühl gegen A. Karpov immer mehr ins Hintertreffen kam. Die beiden verbleibenden Partien (Stephan Schmahl und Wolfgang Brait) blieben lange Zeit unklar. Dann aber ging es Schlag auf Schlag. Wolfgangs Gegner stellte einen Bauern ein, und die ganze Stellung brach zusammen. René und Frank setzten sich ebenfalls klar durch, so dass der Sieg schon mal sichergestellt war. Auf Brett 1 rang dann Stephan den um 150 ELO stärkeren Björn Holzhauer in einem Turmendspiel mit 2 Mehrbauern nieder. Nur Röbi musste sich nach langem Abwehrkampf schliesslich geschlagen geben.

Hier die Resultate im Detail:

 Riehen 1 - Novartis 1 4.5 - 1.5

Stephan Schmahl [23997]    -  Björn Holzhauer [16355]  1 – 0

Robert Luginbühl [1074]       -  Alexei Karpov [25012]     0 – 1

René Deubelbeiss [1061]      -  Bodo Liphardt [7982]       1 – 0

Wolfgang Brait [18916]        -   Luca Faoro [22247]         1 – 0

Frank Schambach [14420]    -   Bernhard Erb [7705]       1 - 0

Pedram Sendi [8669]           -    Hanspeter Kramer [402] ½ - ½

In der Tabelle sind wir jetzt mal zweiter, da Therwil überraschend gegen Birseck durch Forfait 6:0 gewonnen hat und damit führt. In der Spitzenpaarung konnte sich Vorjahrsmeister Liestal gegen den Vorjahrszweiten Trümmerfeld knapp mit 3,5:2,5 durchsetzen.

 Rangliste:

1.   Therwil 1              2   6

2.   Riehen 1               2   4.5

3.   Liestal 1                2   3.5

4.   Trümmerfeld 1       0   2.5

5.   Novartis 1             0   1.5

6.   Birseck 1               0   0

Bericht: Wolfgang Brait

 

Nach zweijähriger Corona bedingter Pause fand am 20. November 2022 zum ersten Mal wieder der beliebte Nordwestschweizer Schachtag im grossen Saal des Hotels Restaurant Landgasthof in Riehen statt. Organisator war der Schachklub Sorab, während die Schachgesellschaft Riehen für die Lokalität besorgt war. Nach einem stimmungsvollen musikalischen Auftakt, bei dem die Schweizer Landeshymne von einer engagierten Sängerin vorgetragen wurde, ertönte die Startglocke. 161 (!) Spieler*innen versuchten anschliessend in den 3 Kategorien A, B und C möglichst viele Punkte für ihren Schachklub zu erobern. In jeder der drei Kategorien kamen die drei besten Resultate eines Schachklubs in die Mannschaftswertung. Daneben gab es auch für jede Kategorie eine Einzelwertung. Nach spannendem Kampf gelang es der Schachgesellschaft Riehen, den Titelverteidiger Trümmerfeld zu enthronen und den Wanderpokal zu erobern! Es nahmen 27 Mitglieder der SG Riehen am Anlass teil. Besonders gute Leistungen zeigten von den Riehenern Spielern: Kat. A Nicolas Brunner und Gregor Haag, die gemeinsam mit 5 Punkten aus 5 Partien den ersten Platz belegten; Kat. B Elio Jucker, der mit 4,5 Punkten Zweiter wurde und Kritik Chockalingam mit 4  Punkten auf Rang 7; Kat. C Dario Wachholz, Laurin Rogasch und Bünül Deniz Ronny mit je 4 Punkten auf den Rängen 4, 8 und 9. Es war ein rundum gelungener Anlass in einer freundschaftlichen Atmosphäre mit einem tollen Erfolg der Schachgesellschaft Riehen.

Mannschaftsklassement:
1. SG Riehen 36,5 Punkte - 2. Basel Trümmerfeld 32 - 3. Sorab 31,5 - 4. Birseck 24,5 - 5. Basel Roche 21 - 6. Therwil 20,5 7. Gundeldingen 18 - 8. Basel SV Ladja 16,5 - 9. Pratteln 14 - 10. Muttenz 12,5

Alle Einzelresultate sind hier zu finden:

http://chess-results.com/tnr693938.aspx?lan=0

Bericht: Matthias Rüfenacht


Schachtag 2022makro
Foto: Murugananth Chockalingam

v.l.n.r. Wolfgang Brait, Nicolas Brunner, Gregor Haag, René Deubelbeiss (mit Pokal), Matthias Rüfenacht (ML am Schachtag), Peter Erismann, Nicos Doetsch-Thaler, Elio Jucker, Vishak Chockalingam, Krithik Chockalingam.
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