SG Riehen

Ihr Schachverein

Neues
Bob Chessman

Bob Chessman

Website URL: http://karpow.blogspot.com

Samstag, den 23. Juli 2016 um 15:08 Uhr

Bericht von Xaver Dill über den Juniorenfinal 2016

 

Runde 1: Ich startete mit Weiss gegen die Setzlistennummer 10 (Jean Megret). In meinem geliebten h3-Königsindisch, gegen das mein Gegner einen Benoni-Aufbau wählte, war bald einmal netter Raumvorteil zu vermelden. Als dazu noch ein Schwächling auf c5 kam, der bald einmal Feierabend hatte, und ein Qualitätsgewinn folgte, gab mein Gegner auf.

Runde 2: Mit Schwarz spielte ich gegen die Startnummer 14, Hanqi Lu, der jedoch die Startrunde gegen einer deutlich stärkeren Gegner gewonnen hatte. Ich war dementsprechend gewarnt. Wir bekamen einen geschlossenen Sizi aufs Brett, wogegen ich meine Bauern auf Damenflügel vorpreschen liess. Mein Gegner hielt dagegen nicht im Zentrum dagegen, weshalb ich nach der Eröffnung sehr angenehm stand. Ich vereinfachte die Stellung ein bisschen und konnte dann mit einem kleinen Trick einen Bauern einkassieren und diesen dann recht souverän verwerten.

Runde 3: Gegen einen meiner Konkurrenten, Thomas Goldie, ging es am Freitagmorgen. Da ich den Königsinder erwartete und auch dementsprechend vorbereitet war, war der a6-Slawe eine veritable Eröffnung. Bald stellte sich heraus, dass mein Gegner von der Eröffnung ähnlich wenig wusste wie ich. Ich erhielt dann auch eine deutlich bessere Stellung, wo dann bald mal ein taktischer Gewinn drinlag. Diesen verwarf ich aber aufgrund eines Deliriums über einen“risikolosen” Gewinn. Mein Gegner verteidigte sich dann aber sehr gut und auch mein Mehrbauer war in der Endstellung mehr oder weniger irrelevant, weshalb wir den Punkt teilten.

Runde 4: Nach dem langen Kampf am Morgen, bekam ich am Nachmittag Hauptfavorit FM Bänziger mit Schwarz. Zwischen den Runden gab es kaum Zeit sich vorzubereiten und Bänziger variiert auch gerne zwischen e4 und d4. Gegen mich spielte er e4 und es entstand eine Nebenvariante der spanischen Partie. Nach einem dubiosen Springermanöver meinerseits konnte Bänziger im Zentrum vorrücken und meine Figuren standen recht nutzlos hinten rum. Glücklicherweise wurden mir dann Vereinfachungen erlaubt und im 31. Zug vereinbarten wir die Punkteteilung.

Runde 5: Es trat ein, was ich mir am wenigsten gewünscht hatte: Ich bekam Lucas Ping Pao, meinen Riehener Klubkollegen, als Gegner. Wir bekamen eine Stonewall-Stellung aufs Brett, die er klar besser als ich spielte und mit der Kontrolle der D-Linie auch klaren Vorteil hatte. Ich versuchte meinem Springer das Feld d4 freizuschaufeln, um dem Druck standzuhalten. In Zeitnot seinerseits, wickelte er in ein Endspiel ab, wo er einen Bauern gewann, ich aber mit meinem Turm auf die 7. Reihe kam. In Kombination mit dem Gaul auf d4 wanderte bald einmal sein ganzer Königsflügel ab.

Runde 6: Ich durfte mich mit Schwarz gegen T. Stijve versuchen. In der gleichen Variante wie gegen Bänziger kam ich glücklicherweise ordentlich aus der Eröffnung und ein Zentrumsvorstoss versprach Ausgleich. Anstatt diesen zu nehmen und weiterzuschauen, entschied ich mich zu einem Kamikaze-Manöver, an dessen Ende ein glatter Minusbauer resultierte. Immerhin wurden alle Türme geschaut und mir blieb das immer beliebte Duo Dame/Springer, das vor allem in Zeit ungemütlich werden kann. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich konnte mit einem kleinen Trick in ein 4 gegen 3 am Königsflügel + schlechten Läufer für ihn abwickeln, das ich halten konnte. Nach diesen 2 harten Schlachten, entschied ich mich dazu Italien-Deutschland als Vorbereitung zu schauen. Das ging aber auch in die Hose...

Runde 7: Ich bekam Doppelschwarz, gegen Giesinger, der im Nimzoindisch entweder a3 oder Dc2 spielt. Ersteres hätte eine scharfe Stellung ergeben, zweiteres eine todlangweilige Stellung. Er spielte Dc2, ich glich schnell einmal aus und bot ein Remis, womit ich mir den 3ten Platz sichern konnte.

Bericht: Xaver Dill

 

Freitag, den 15. Juli 2016 um 18:19 Uhr

Patrik Grandadam wird erneut Schweizermeister U-20

SEM-2016-Meister-1-web-bdab4692

Patrik Grandadam (links aussen) verteidigte an den SEM in Flims seinen Schweizer Juniorentitel und wurde wie im Vorjahr U20-Meister.  Er besiegte im Stichkampf die punktgleiche Laura Stoeri (neben Patrik), die Schweizer Meisterin wurde.

Im HT1 beteiligten sich zahlreiche Riehener Spieler. Hier ihre Resultate: 15. Patrik Grandadam 6  (Juniorenmeister) 40. Xaver Dill 5  54. Ruedi Staechelin 4.5  57. Röbi Luginbühl 4.5  69. Wilfried Burkhardt 4  73. René Deubelbeiss 4  77. Ruth Bohrer 4  83. Ivo Berweger  3.5  85. Lars Nägelin 3.5  104. Beat Spielmann 2

Im HT2 wurde Luis Nägelin 4. mit 5.5 Punkten 

Dienstag, den 05. Juli 2016 um 16:55 Uhr

Béla Tóth ist ungarischer Seniorenmeister!

Béla Tóth gewann die XVI. ungarische Seniorenmeisterschaft, die vom 27. Juni bis 3. Juli 2016 in der Stadt Ajka ausgetragen wurde,  mit 7 Punkten aus 9 Runden und mit einem Punkt Vorsprung auf den zweitplatzierten Gabor Kadar. Wir gratulieren herzlich!

Donnerstag, den 23. Juni 2016 um 22:22 Uhr

SMM 3. Liga: Riehen 5 gewinnt gegen Muttenz 1 4:2.

Muttenz 1 - Riehen 5 2:4

Alexander Obolonkov (1937) - Beat Spielmann (1844) 1:0

Harry Marcel Bernhard (1877) - Christian Schubert (1977) 0:1

Stephan Bonauer (1629) - Werner Widmer (1819) remis

Micha Dill (-) - Ernst Ruh (1691) 0:1

Erich Rudin (1546) - Eric Fingerhut (1785) 0:1

Sergio Brunella (1542) - Robert Stritmatter (1680) remis

Damit sollte die böse Abstiegshexe hoffentlich gebannt sein. Die Rangliste ist unter "Turniere/SMM/Riehen 5" zu finden

Riehen 5 - Brugg 1:5

Beat Spielmann (1844) - Jörg Priewasser (1997) 0:1

Ernst Ruh (1691) - Peter Gruner (1988) 0:1

Werner Widmer (1918) - Flemming Eriksen (1998) remis

Jean-Claude Maeder (1815) - Marcel Jacob (1869)  0:1

Eric Fingerhut (1785) - Alois Kofler (1686) remis

Thomas Arnold (1739) - Rolf Steinmann (1790) 0:1

Der Tabellenführer Brugg 1 war eine Nummer zu gross, die ELO-Differenz war beträchtlich. Die Niederlage zeichnete sich schon bald ab.

Nach  zwei aufeinanderfolgenden Niederlagen  müssen wir uns aus der Negativspirale befreien. Sonst geraten wir in den Abstiegsstrudel, der wesentlich weniger beliebt ist als sein entfernter Verwandter, der Apfelstrudel.

Bericht: Bob Chessman

Blitzturnier Runde 2

1. Arnd-Rüdiger Schwarz 10  2. Xaver Dill 8.5  3. Rolf Ernst und Sabina Hernandez Penna  8  5.  Peter Erismann und Röbi Luginbühl 7.5  7. René Deubelbeiss 7  8. Ruedi Staechelin 6  9. Roland Baier und Ivo Berweger 5  11. Matthias Balg 3  12. Beat Spielmann 1.5

Ranglistenspitze nach 2 Runden:

1.  Arnd-Rüdiger Schwarz  17.9  2. Xaver Dill 17.7  3.  Sabina Hernandez Penna  14.7  4.  Röbi Luginbühl 14.0 5. René Deubelbeiss 10.9 6. Ruedi Staechelin 10.0  7. Roland Baier und Matthias Balg 8.9  9. Ivo Berweger 8.5  10. Lucas Ping Pao 8.5 (total 17 Teilnehmer)

Resultate: Ivo Berweger

 

Zofingen 1 - Riehen 5  3.5:2.5

Andreas Tschöpe (1805) - Werner Widmer (1819) remis

Max Joss (1737) - Christian Schubert (1977) remis

Anton Bieri (1844) -  Eric Fingerhut (1785) 1:0

Lars Aecherli (1716) - Ernst Ruh (1691) 1:0

Aldo Cristiano (1676) - Thomas Arnold (1739) remis

N.N. - Robert Stritmatter (1680) 0:1 ff.

Schon zu Beginn des Matches teilte der Zofinger Mannschaftsleiter mit, dass ein Spieler kurzfristig abgesagt habe und er das 6. Brett nicht mehr  besetzen könne. So gewann Robert Stritmatter kampflos. Dass dieser Forfaitsieg der einzige Vollerfolg für Riehen sein würde, ahnen wir natürlich noch nicht. 1:0

Durch einen Fehler im 25. Zug im Rahmen eines längeren Abtausches verlor Eric Fingerhut eine Figur und wenig später auch die Partie. 1:1

Werner Widmer spielte die Drachenvariante der Sizilianischen Verteidigung solide. Die eher zähe Partie endete schliesslich remis 1.5:1.5

Ernst Ruh hatte eine Figur mehr, gab sie aber im falschen Moment zurück und verlor später das Endspiel mit einem Bauern weniger. 1.5:2.5

Christian Schubert stand immer etwas besser und wir erhofften uns einen ganzen Punkt. Leider stellte Christian in Zeitnot einen Bauern ein und musste dann noch froh sein, die Partie remis zu halten. 2:3

Jetzt ruhte unsere Hoffnungen auf Thomas Arnold. Dieser hatte schon früh ein Remisangebot abgelehnt. In einem spannenden Turmendspiel mit Freibauern auf beiden Seiten fand er keinen Gewinnweg. Damit war die Niederlage leider perfekt. 2.5:3.5

Schade, aber noch kein Beinbruch. Nach drei Runden haben vier Mannschaften je 4 MP, u.a. Riehen 5. Tabellenführer ist Brugg 1 mit dem Punktemaximum; Brugg ist unser nächster Gegner in der 4. Runde!

Bericht: Bob Chessman

Dienstag, den 03. Mai 2016 um 15:09 Uhr

Andreas Heimann hat seine letzte GM-Norm erfüllt!

Andreas Heimann hat als Spitzenspieler der  OSG Baden Baden II in der 2. Bundesliga Süd  mit 6 Punkten aus 9 Partien seine letzte GM-Norm erzielt und wird demnächst  den GM-Titel von der FIDE erhalten. Vielleicht tröstet ihn dieser Ritterschlag über den Abstieg der 2. Bundesligamannschaft hinweg? Die vorletzte Norm hatte er sich übrigens erst vor kurzem in Karlsruhe beim Grenke Chess Open erspielt.

Wir gratulieren herzlich!

 

Riehen 5 - Olten 3  4.5:1.5

 

Beat Jeker (2037) - Thomas Thaumüller (1945) remis

Christian Schubert (1972) - Thomas Schmidt (1760) 1:0

Beat Spielmann (1836) - André Dumont (1652) 1:0

Jean-Claude Maeder (1816) - Paul Fischer (1691) 0:1

Eric Fingerhut (1770) - Martin Christen (1585) 1:0

Ernst Ruh (1671) - Fritz Jäggi (1574) 1:0

Wir hatten an allen Brettern mehr ELO-Punkte, der Match schien also eine einfache Sache. Das war ein Trugschluss, auch wenn der Match gut begann.

Ernst Ruh konnte sich aus einer schlechteren Stellung befreien,  die Partie drehen und gewinnen. 1:0

Jean-Claude Maeder verlor im Laufe der Zeit zuviel Material und musste die Segel streichen. 1:1

Beat Spielmann musste sich gegen einen vorgerückten Freibauern wehren. Er hätte die Qualität geben müssen, hätte aber eine gute Stellung erhalten. Der Gegner erleichterte ihm aber die Aufgabe, indem er eine kleine  Drohung übersah, die eine Figur kostete.  2:1

Die Stellung von Eric Fingerhut sah lange nicht gut aus.  Er konnte in ein Turmendspiel mit Freibauer abwickeln und gewann. 3:1

Jetzt fehlte noch ein halber Punkt zum Matchgewinn. Die beiden letzten Partien dauerten sehr lange, die Bedenkzeit wurde voll ausgeschöpft.

Beat Jeker hatte leider seine sehr gute Stellung mit einem einzigen Zug verdorben, konnte aber die Partie doch noch klar remis halten. 3.5:2.5

Der Gegner von Christian Schubert hatte früh ein Remisangebot seines Gegners bekommen. Weil viele Partien dubios standen, musste er das Angebot aber auf Wunsch des Mannschaftsleiters  ablehnen. Mit nur etwa 5 Minuten Bedenkzeit pro Spieler endete der Showdown dann zu unseren Gunsten. 4.5:1.5

Fazit: Ein Lob für die ganze Mannschaft, die aufopfernd kämpfte!

Bericht: Bob Chessman

 

Trümmerfeld 1 (2032) – Riehen 4 (1939) 4-2

Edwin Bhend (2201) - Robert Luginbühl (2078)  0-1
Mario Kobler (2078) - Matthias Balg (1994) 1-0
Benedikt Feldges (2018) - Peter Widmer (1979) 1–0
Martin Birchmeier (1876) -  Ivo Berweger (1938) 0–1
Franz Meier (1988) -  Frank Schambach (1925) 1-0
Leo Scheller - Heiko Schmidt (1719) 1–0

Am Montag Abend mussten wir die Reise ins Kleinbasel zu unseren Schachfreunden von Trümmerfeld antreten. Es wurde die erwartet schwere Aufgabe gegen den wohl stärksten Gegner in unserer Gruppe:

Frank Schambach musste mit Schwarz gegen Franz Meier antreten, was eine spannende und taktische Partie erwarten liess. Nach einer unglücklichen Entscheidung (La5 statt Lb4) kam f7 unter Druck und Frank musste Material geben, um weiterspielen zu können. Er versuchte noch alles, um das Blatt zu wenden, musste aber letztlich doch die Waffen strecken.  1-0

Ivo Berweger spielte mit Weiss gegen Martin Birchmeiers Sizilianisch eine sehr saubere Partie. Er verschaffte sich in der Eröffnung ein grosses Bauernzentrum und erzeugte mit dessen Hilfe viel Druck auf des Gegners Stellung. Diese Dominanz konnte Ivo schlussendlich sicher in einen ganzen Punkt verwandeln.  1-1

Peter Widmer gelang es, mit Schwarz gegen Benedikt Feldges auszugleichen und am Damenflügel Druck zu erzeugen. In einer Stellung mit langen Bauernketten und ungleichfarbigen Läufern war lange unklar, wer den Vorteil auf seiner Seite hat. Nicht zuletzt auf Anraten des Mannschaftsleiters (die restlichen Partien sahen nicht sehr vielversprechend aus) versuchte Peter die Stellung zu gewinnen. Dabei geriet sein König in Schwierigkeiten und er musste sich geschlagen geben.    2-1

Heiko Schmidt hatte Weiss gegen seinen (noch) ELO-losen Gegner Leo Scheller. Dieser spielte stark und brachte Heiko mit kleinen taktischen Nadelstichen in Schwierigkeiten, so dass der weisse König sich etwas zu lange in der Brettmitte aufhalten musste. Dort geriet er dann ins Kreuzfeuer der schwarzen Figuren und musste sich geschlagen geben.  3-1

Matthias Balg behandelte mit Weiss gegen Mario Kobler die Eröffnung etwas ungenau und gab einen Bauern für Raumgewinn. Nachdem der liechtensteinische Olympionike nicht optimal fortsetzte, erhielt Matty tatsächlich angemessene Kompensation für den Bauern. Leider verpasste er in Zeitnot eine Möglichkeit zum kompletten Ausgleich und musste sich schliesslich mit Turm und ungleichen Läufern so stark zurückdrängen lassen, dass nur noch die Aufgabe blieb. 4-1

Ich hatte die schwere Aufgabe gegen Altmeister Edwin Bhend anzutreten. Edwin erwies sich denn mit Weiss auch als der klar bessere Spieler und machte mir mit druckvollem Spiel am Damenflügel das Leben schwer und die Zeit knapp. Mit Turm, gleichfarbigen Läufern und 2 Minusbauern konnte ich mich knapp über die erste Zeitkontrolle retten, wobei ich im 36. Zug eine taktische Möglichkeit übersah, welche komplett ausgeglichen hätte. In der Verlängerung musste dann Edwin doch seinem Alter (85) Tribut zollen und ermöglichte mir nach Turmtausch mit zwei schlechten Zügen, das Läuferendspiel sogar noch zu gewinnen. 4-2

Fazit: Trümmerfeld wird in dieser Gruppe sicher vorne mitspielen, und wir sollten nun langsam aber sicher den ersten Vollerfolg einfahren, um nicht schon frühzeitig in den Abstiegsstrudel zu geraten.

Der ML: Robert Luginbühl

 

Seite 9 von 22