Saison 2011
1. Runde: Riehen-Winterthur 4 : 4
Gelungener Saisonauftakt!
Riehen erreicht in der Startrunde der neuen Meisterschaft gegen das in Bestformation antretende Winterthur ein gerechtes Unentschieden.
Die diesjährige Meisterschaft bringt ein neues Team in den Favoritenkreis um den Schweizermeistertitel: Das soeben aus der NLB aufgestiegene Team von Réti Zürich hat sich derart verstärkt, dass sie ein deutliches Wort mitzusprechen gedenken. Die vier Teams Zürich, Luzern, Reichenstein und Réti Zürich werden wohl den Titel unter sich ausmachen, zumindest dann, wenn die Papierform auch der tatsächlichen Form entspricht. Das Mittelfeld bilden Genf, Riehen und Winterthur, abstiegsgefährdet sind insbesondere der Aufsteiger Echallens sowie die Teams von Wollishofen und von Lausanne.
Der Saisonstart brachte gleich die Begegnung gegen die als leicht stärker eingestufte Mannschaft von Winterthur. Am Spitzenbrett treten sie mit dem Weltklassespieler Fabiano Caruana an, der Nr. 1 von Italien. Er lebt seit kurzer Zeit im Tessin und ist dadurch natürlich spielberechtigt. Die Riehener Aufstellung erwies sich als goldrichtig: Wie schon letztes Jahr gelang es Ognjen Cvitan, seinen reputierten Gegner in Schach zu halten. Ebenso erwies sich der Einsatz von Teamleader Jörg Hickl am dritten Brett als Erfolg: Er traf erwartungsgemäss auf Richard Forster, gegen den er ein sehr positives Skore aufweist. Alles in allem war der Wettkampf sehr umkämpft, das Unentschieden darf als korrekt bezeichnet werden, der Saisonstart ist somit geglückt.
Die nächste Runde vom 20. März bringt in der NLA und in der NLB wiederum Heimwettkämpfe mit sich, Spielbeginn um 12.30 Uhr im Lüschersaal im Haus der Vereine, Zuschauer sind willkommen!
Nationalliga A, 1. Runde
Riehen – Winterthur 4:4 (Cvitan - Caruana ½:½, Ekström - Jussupow ½:½, Hickl - Forster 1:0, Brendel - Ballmann 0:1, Kaenel - Nuri ½:½, Flückiger - Schiendorfer 1:0, Rüfenacht - Georgiadis ½:½, B. Toth - Huss 0:1), Joueur Lausanne - Zürich 3:5, Echallens - Reichenstein 3½:4½, Réti Zürich - Luzern 5½:2½, Wollishofen - Genf 2:6.
2. Runde: Riehen-Wollishofen 5 : 3
Sieg gegen Wollishofen!
Wollishofen ist nominell eine der schwächeren Mannschaften in der NLA und hat nur einen wirklichen Spitzenspieler. Doch sie sind sehr ausgeglichen, haben einen sehr guten Zusammenhalt in der Mannschaft und vermögen sich seit vielen Jahren in der NLA zu behaupten, wenn auch teilweise knapp. Wir bekundeten gegen dieses homogene Team immer grosse Mühe, doch seit letzten Jahr ist der Bann gebrochen, nun resultierten zwei Siege in Serie. Ognjen Cvitan konnte ihren Spitzenspieler, den in Deutschland lebenden russischen Grossmeister Prusikin erfolgreich neutralisieren. Wie erhofft konnte der sich in sehr guter Form befindliche Jugendspieler Nicolas Grandadam durchsetzen den vollen Punkt heimbringen. Der Wettkampf entschied sich im Wesentlichen dann in den Partien von Bela Toth und von Sebastian Schmidt-Schaeffer. Bela hatte nach einer fehlerhaften Eröffnung stark zu kämpfen, spielte jedoch äusserst zäh und erfinderisch und konnte das Blatt zu seinen Gunsten wenden. Auch bei Sebastian war das Glück des Tüchtigen auf Riehener Seite. Doch ausgerechnet der hervorragend stehende Christian Flückiger verpatzte seine Stellung in einer Art ausgleichender Gerechtigkeit. Ein hart erkämpfter Arbeitssieg, der jedoch sehr wichtig war, um sich gegen das Tabellenende abzusichern, erwarten uns in den zwei kommenden Runden doch die beiden Meisterschaftsfavoriten Réti Zürich und Schachgesellschaft Zürich.
Nationalliga A, 2. Runde
Riehen - Wollishofen 5:3 (Hickl - R. Moor ½:½, Cvitan - Prusikin ½:½, Flückiger - Gähler 0:1, Kaenel - O. Moor ½:½, B. Toth - Carron 1:0, Rüfenacht - Hindermann ½:½, N. Grandadam - Fierz 1:0, Schmidt-Schaeffer - Mäser 1:0), Reichenstein - Genf 5:3, Réti Zürich - Echallens 7½:½, Zürich - Luzern 4:4, Winterthur - Joueur Lausanne 4½:3½.
Rangliste nach 2 Runden: 1. Réti 4 (13). 2. Reichenstein 4 (9½). 3. Zürich und Riehen je 3 (9). 5. Winterthur 3 (8½). 6. Genf 2 (9). 7. Luzern 1 (6½). 8. Joueur 0 (6½). 9. Wollishofen 0 (5). 10. Echallens 0 (4).
3. Runde: Riehen-Réti 5 1/2 : 2 1/2
Sieg gegen Zürich Réti!
Neben den beiden nicht mehr spielberechtigten Spielern kam dazu, dass einer der beiden Weltklassespieler von Réti, der Grossmeister Alexej Dreev, an der Russischen Mannschaftsmeisterschaft engagiert war. Somit trat Réti ersatzgeschwächt an und wir waren plötzlich leicht favorisiert.
Es entspann sich erwartungsgemäss ein lange Zeit ausgeglichener Wettkampf, in welchem sich schlussendlich unsere Routine dann doch noch klar durchsetzte. Der Junior Nicolas Grandadam spielte souverän und liess dem Ersatzmann von Réti keine Chance. Nach zwei Remisen an den Brettern vier und acht war immer noch alles offen. Jörg stand ausgeglichen, Ognjen ebenso. Doch als der Gegner von Oliver Brendel unbedingt gewinnen wollte und die Stellung überzog, hatte sich die Situation definitiv zu unseren Gunsten entwickelt. Zudem kam, dass Ognjen clever in ein besser stehendes Endspiel mit dem Läuferpaar abwickeln konnte und die Stellung seines Gegners stufenweise zuschnürte. Schade, dass Jörg eine taktische Wendung übersah und unnötig verlor! Gegen Milov ist es jedoch immer dasselbe: Jörg steht gut und verliert. Fazit: Wir werden es in Zukunft vermeiden, dass er wieder gegen Milov wird antreten müssen. Dass der Sieg dann gar noch komfortabel ausfiel, war dem Stehvermögen von Hansjürg Känel zu verdanken. In schwieriger Stellung gelang es seinem Gegner nicht, den Punkt sicherzustellen, was Hansjürg umgehend bestrafte. Die letzte Partie remisierte Christian Flückiger: Er stand eigentlich immer etwas besser, vermochte aber nicht ganz zu verdichten. So resultieren sogar ein deutlicher Sieg und der zweite Zwischenrang in der Tabelle. In der nächsten Runde vom 8. Mai kommt es nun auswärts zur Direktbegegnung mit dem Rekordmeister und Tabellenführer Zürich.
Nationalliga A, 3. Runde
Riehen - Réti Zürich 5½:2½ (Hickl - Milov 0:1, Brendel - Mohajerin 1:0, Cvitan - Papa 1:0, Ekström - Gallagher ½:½, Flückiger - Pähtz ½:½, Kaenel - Gantner 1:0, N. Grandadam - Meier 1:0, Giertz - Kriste ½:½).
4. Runde: Zürich-Riehen 3 1/2 : 4 1/2
Riehen besiegt Rekordmeister Zürich!
Eine kleine Sensation im Schweizer Schach: Riehen gewinnt gegen den amtierenden Schweizermeister Zürich und setzt sich nach vier Runden an die Tabellenspitze!
Nationalliga A, 4. Runde
Rangliste nach 4 Runden:
5. Runde: Genève-Riehen 4:4
Auf diese Saison hin hat sich Genf mit dem französischen Jungstar GM Romain Edouard verstärkt und bekundet Titelambitionen. Der Wettkampf entwickelte sich denn auch erwartungsgemäss äusserst umkämpft, alles schien möglich. Einen sehr guten Wiedereinstieg nach seinen absolvierten Anwaltsprüfungen erwischte Ralph Buss: Er stand gegen seinen reputierten Gegner immer etwas besser und hätte wohl auf Sieg gespielt, wenn er stärker im Training gewesen wäre. Jörg Hickl vermochte seinen jugendlichen Kontrahenden sicher im Griff zu haben, alles entwickelte sich plangemäss. Doch da griff Roland Ekström fehl, eine unerwartete Niederlage zeichnete sich ab. Kompensiert wurde dieses Malheur durch den Teamsenior Bela Toth, der zwar viel Zeit verbrauchte, jedoch nie den Überblick verlor und im Endspiel seine Klasse unter Beweis stellen konnte. Schliesslich war es einmal mehr Sebastian Schmidt-Schaeffer, der uns einen weiteren vollen Punkt einbrachte. Alles in allem darf das Unentschieden als gerecht bezeichnet werden. Da der Verfolger Reichenstein mit Lausanne einen einfacheren Gegner hatte und erwartungsgemäss gewann, konnten sie mannschaftspunktmässig zu uns aufschliessen. Doch mit einem halben Einzelpunkt Vorsprung kann sich Riehen dennoch als Sommermeister feiern lassen. Dies ist wohl der grösste Erfolg in der bisherigen Vereinsgeschichte!
Nationalliga A, 5. Runde
Genf - Riehen 4:4
Edouard - Hickl ½:½
Renet - Buss ½:½
Vuilleumier - Ekström 1:0
Mirallès - Flückiger ½:½
Gerber - Kaenel ½:½
Landenbergue - Brendel 1:0
Kovacevic - Schmidt-Schäffer 0:1
Preissmann - B. Toth 0:1
Joueur Lausanne - Reichenstein 2½:5½, Réti Zürich - Zürich 5:3, Winterthur - Luzern 4:4, Echallens - Wollishofen 2:6.
Rangliste nach 5 Runden:
1. Riehen 8 (23)
2. Reichenstein 8 (22½)
3. Réti 7 (24½)
4. Genf 7 (22½)
5. Luzern 6 (22)
6. Zürich 5 (23)
7. Winterthur 5 (19½)
8. Wollishofen 4 (19)
9. Joueur Lausanne 0 (16)
10. Echallens 0 (8).





